BBVV: Zutrauen und Neues wagen

Susanne Asche zum Jahreswechsel

0 30.12.2019

BORBECK. „Miteinander in Borbeck“ – unter diesem Motto standen zahlreiche Veranstaltungen im Jahr 2019, zu denen der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein (BBVV) vor dem Jahreswechsel Bilanz zog. In ihrem Schreiben an die Mitglieder des Vereins verwies die Vorsitzende, Susanne Asche, auf die aktuellen Veränderungen im Mittelzentrum Borbeck, die Sorge um einen weiteren Abbau an Infrastruktur und die demografische Entwicklung im Stadtteil. Wie geht es weiter? Wie kann ein gutes Miteinander gelingen? - zwischen den Jahren haben wir Susanne Asche für Borbeck.de um ihren Blick auf 2020 gebeten:

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Zum Jahreswechsel machen traditionell gute Vorsätze, Ratschläge für einen Neuanfang, zuweilen auch die Warnung „Kein Weiter so!“ vielfach die Runde. Der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein will da nicht abseits stehen, setzt aber gern den besonderen Akzent der Gemeinsamkeit aller Vereine in Borbeck.

`Zutrauen´ könnte die passende Überschrift dazu lauten. Anders als vielfach beklagt, können wir den Menschen hier zutrauen, das Zusammenleben in Borbeck aus eigener Kraft immer wieder neu zu gestalten. Das beweisen die öffentlichen Veranstaltungen, die bei großem Zuspruch die verschiedenen Akteure und Einrichtungen zusammengeführt haben, genauso wie die vielen Beiträge der Erinnerung an die eigenen Wurzeln oder der regelmäßige Einsatz freiwilliger Helfer für mehr Sauberkeit und ein einladendes Umfeld! Und wir haben uns zugetraut, Neues in die Hand zu nehmen. Das gemeinsame Online-Portal für Groß-Borbeck www.borbeck.de, das am Valentinstag 2020 ein Jahr alt wird, unterstreicht das in besonderer Weise.

Für all diese Beispiele gilt im neuen Jahr 2020 ein klares: „Weiter so!“ Der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein wird wieder dabei sein mit seinen Traditionsveranstaltungen wie der Borbecker Maienmahlzeit und den Gemeinschaftsveranstaltungen „Fest der Fürstin“, „Miteinander in Borbeck“ und dem Weihnachts-Markttag. Auch der Borbecker Bummel, als Idee gemeinsam mit dem Kultur-Historischen Verein und dem Initiativkreis CeBo-Borbeck entwickelt, wird im Jahresprogramm der Vereine erneut Platz finden und die Vielfalt kreativen Schaffens in den Kitas, Schulen und kulturellen Einrichtungen zeigen.

Gelungenes und Bewährtes zu erhalten, heißt nicht, die Veränderungen im Lebensumfeld zu übersehen. Digitalisierung, demografischer Wandel und wechselnde Bindungen verlangen neue Formen der Ansprache und Angebote vor allem für junge Menschen und Familien, wollen die Vereine nicht überaltern und weiter schrumpfen.

Doch bei aller notwendigen Veränderung bleibt das Verlangen nach Nähe, Heimat und Bürgersinn heute hochaktuell. Die Borbecker Vereine haben im letzten Jahr eine mögliche Antwort darauf gefunden. Sie sind enger zusammengerückt und wollen ihre Vorhaben in wachsender Gemeinsamkeit angehen. So trauen wir uns zu, sichtbarer und vielfältiger zu werden. Dabei zu sein und mitzuwirken, sind alle in Borbeck eingeladen. Vielleicht bietet das Borbecker Stadtgespräch zum Jahresauftakt am 12. Januar eine erste gute Gelegenheit dazu.

Der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein wünscht allen
ein glückliches Neues Jahr 2020 und eine gute Zeit für Borbeck

Susanne Asche

Blick auf St. Paulus in Gerschede

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