Bau des neuen Hallenbads verzögert sich - erste Schwimmer ziehen nicht vor 2025 ihre Bahnen

Aus Hochwasserschutzgründen muss das Gelände aufgefüllt werden

0 16.02.2022

BORBECK/BOCHOLD. Eine Schwierigkeit beim geplanten Bau des neuen Hallenbads an der Jahnstraße/Germaniastraße in Bochold ist aufgetaucht. Das Baugelände muss aus Gründen des Hochwasserschutzes erhöht werden. Der Bau wird sich verzögern. Im Februar 2025 sollen die ersten Schwimmer dort ins Wasser gehen können.

Der Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe Essen hat in seiner gestrigen Sitzung (15.02.) den Sachstand zum Neubau des Hallenbades Essen-Borbeck zur Kenntnis genommen.

In einer Mitteilung der Stadtverwaltung heißt es: "Zentraler Punkt ist dabei die Höherlegung des Planungsgeländes im Zuge des Hochwasserschutzes und die daraus resultierenden Auswirkungen für den Projektplan des Schwimmbadneubaus. Bisher beinhaltete die Entwurfsplanung den Neubau des Schwimmbades auf Höhe der jetzigen Turnhalle zu belassen. Im Rahmen der Konkretisierung der Bebauungsplaninhalte wurden nun die Vorgaben der Entwässerung für das Baugebiet mit allen beteiligten Fachbereichen der Stadt Essen sowie den Stadtwerken Essen im Detail abgestimmt.

Dabei wurde festgestellt, dass in der ursprünglichen Planung für das neue Bad ein Überflutungsrisiko aufgrund einer Senkenlage vorliegen würde. Zur Vermeidung von Hochwasserschäden wird daher die Höherlegung des Schwimmbadgeländes auf das Niveau der zukünftigen Verkehrsflächen in die Planung aufgenommen. Damit verbunden ist unter anderem der Bau einer Stützmauer an der östlichen Grundstücksfläche.

Die erforderlichen Umplanungen zur Höherlegung des Bades werden derzeit umgesetzt. Das hat Auswirkungen auf den Zeitplan des Neubauprojektes:
Der Bebauungsplan Nr. 09/18 "Jahnstraße/Germaniastraße (Quartier der Generationen)", der auch das Planungsrecht für das geplante Hallenbad schafft, soll im 3. Quartal 2022 offengelegt werden. Erst danach kann der Bauantrag für den Schwimmbadneubau gestellt werden, voraussichtlich im 4. Quartal 2022.

Nach aktuellem Stand ist der Baubeginn für Juni 2023 geplant. Die Übergabe zur Nutzung des Schwimmbades könnte dann im Februar 2025 erfolgen. Durch die Anpassung des Zeitplans muss auch bei der Fortschreibung der Kostenberechnung von einer Erhöhung ausgegangen werden. Die Kosten beim Planungsbeschluss im Mai 2021 beliefen sich auf 24,858 Millionen Euro. Für den weiteren Projektverlauf wird nun eine Kostenerhöhung von ca. 3 Millionen Euro prognostiziert. Von dieser Kostensteigerung wird aufgrund steigender Baupreise ausgegangen. Die nun vorgesehene Höherlegung des Schwimmbadgeländes erfolgt dagegen kostenneutral.

Darüber hinaus haben die Sport- und Bäderbetriebe Essen inzwischen von der Beauftragung eines Generalunternehmers abgesehen, die Fortsetzung des Projektes erfolgt im Rahmen von Einzel-Unternehmer-Vergaben.

Zum Hintergrund

Im Jahr 2020 wurden die Beschlüsse zum Neubau des Hallenbads Essen-Borbeck als Ersatzbau für das über 50 Jahre alte Bad an der Vinckestraße unter Auswahl der "Planungsvariante 3" getroffen. Auf der ehemaligen Sportanlage an der Germaniastraße entstehen nun ein Schwimmbad mit Sport- und Lehrschwimmbecken, ein Sportzentrum sowie eine Turnhalle zusammen mit dem geplanten Mehrgenerationenquartier. Am 12. Mai 2021 hat der Rat der Stadt die entsprechende Finanzierung beschlossen. Die beschlossene "Planungsvariante 3" sieht in Bezug auf das Raumkonzept unter anderem einen Eingangsbereich mit externer Gastronomie, einen Umkleide- und Sanitärbereich für die Badegäste, ein 25-Meter-Schwimmerbecken mit sechs Bahnen, eine Sprunganlage sowie ein Lehrschwimmbecken mit 100 Quadratmetern Wasserfläche und einem Hubboden für Schwimmlernangebot vor. Außerdem ist ein Sport- und Gesundheitszentrum für Gerätetraining und Kursangebote sowie eine Gymnastikhalle und ein Kraftraum vorgesehen."

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 7 und 4.