Bann bei der U 20 ist gebrochen

SGS gewinnt gegen den VFR SW Warbeyen mit 4:0

0 13.10.2020

Nach schwierigen Wochen zeigte sich das Perspektivteam von der Ardelhütte am Wochenende gut aufgelegt. In einem attraktiven Spiel zeigte die U 20 der SGS Essen eine vorzügliche Mannschaftsleistung und belohnte sich zu Recht mit einem 4:0-Erfolg (0:0).

Zu Gast war der VFR SW Warbeyen, die mit zwei Siegen in die Saison gestartet waren und sich zur Saison mit drei Topspielerinnen, die eine Vielzahl an Bundesligaspielen aufweisen können, verstärkt hatten. Trotzdem waren die Essenerinnen von Beginn an tonangebend. Zwar mussten sowohl die Füße als auch das Anlaufen im Mittelfeld in den ersten 10 Minuten noch etwas präziser justiert werden, aber dann rollte ein Angriff nach dem anderen der U20 nach vorne. Oftmals zeigte sich das junge Team noch zu verspielt und vergaß den Abschluss zu suchen, oder der Ball trudelte durch den gegnerischen Strafraum, ohne dass die Stürmerinnen den Ball über die Linie drücken konnten. Da Warbeyen es auch nach Standard schaffte, immer noch ein Bein, teilweise auf der Torlinie, dazwischen zu bekommen, ging es torlos in die Pause.

Torlos in die Kabine

Nach der Pause gleiches Bild, nur die SGS endlich etwas zielstrebiger. So war es die 19-jährige Mara Grutkamp, die in der 52. und 61. Minute mit einem Doppelpack jeweils den Ball in den Maschen versenkte. Der Bann schien gebrochen, denn kurze Zeit später fehlte noch etwas Zielwasser, aber in der 64. Minute veredelte Anna Moczarski einen SGS-Angriff im Eins gegen Eins mit dem Keeper zum 3:0.

Emotional peitschte Warbeyen nochmal alles nach vorne, aber die U20 wusste stets eine Antwort auf das aggressive Anlaufen des Gegners. So sahen die Zuschauer den wohl schönsten Angriff des Spiels: Nach vielleicht 15 Passstationen war es ein gefühlvoller Chipball von Melina Koffler, den Melisa Sipovic frei vor dem gegnerischen Tor einsetzte, leider Abseits. Anna Mocarszki krönte dann ihre Leistungen und die weiteren Angriffsbemühungen der SGS als sie in der 87. Minute im 16'ner mit den letzten beiden Verteidigerinnen tanzte und unten links einschob. 4:0, das Spiel war durch und Moczarski holte sich noch den verdienten Applaus der begeisterten Zuschauer ab.

Keine Euphorie beim Trainer

Jonas Kaltenmaier sah es aber dennoch kritisch: „Tut mir leid, dass ich nicht in Euphorie ausbreche. Wir wussten, dass wir solche Leistungen abrufen können. Deswegen tut uns der Sieg, nachdem wir gegen Siegen und Köln zu wenig Punkte geholt haben, natürlich trotzdem gut. Ich bin begeistert, dass wir unseren Zuschauern das zeigen konnten woran wir uns als Trainerteam in jeder Woche erfreuen dürfen. Wir haben jetzt schon den Fokus auf Aachen, wir müssen und werden hart arbeiten, um uns wieder zu belohnen. Wir haben Hunger auf mehr!“

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