Mehr Busverkehr, weniger Parkplätze: ZOB wird umgebaut

Erweiterung und barrierefreier Umbau des ZOB Bahnhof Borbeck soll 4,2 Millionen Euro und Parkplätze kosten

0 12.05.2023

BORBECK-MITTE. Auf dem Bild oben - von BN-Fotograf Wolfang Filz geschossen - sieht man den damals neuen Busbahnhof Borbeck (heute: ZOB) im Jahre 1996. Jetzt steht wieder eine Vergrößerung an. Etwa 20 Meter breiter soll der Bahnhof werden, Parkplätze werden weichen müssen und aus den vier Fahrspuren der Fürstäbtissinstraße werden 2. Das ist der Plan.

Mit 10.000 Ein- und Aussteigenden pro Tag ist der Zentralen Omnibusbahnhof Borbeck (ZOB) eine der wichtigsten Bushaltestellen in Essen. Der Ausschuss für Verkehr und Mobilität im Rat der Stadt hat sich in seiner jüngsten Sitzung für eine Erweiterung und den barrierefreien Umbau ZOB am Bahnhof Borbeck ausgesprochen. Verwaltung und Ruhrbahn sollen die Pläne zur Baureife bringen.

Der ZOB soll künftig häufiger von Bussen der Linie 170 angefahren werden. Statt 48 soll die Zahl der Busfahrten pro Stunde auf 60 steigen. Dies und der barrierefreie Umbau erfordern eine Neuordnung der Pausen- und Halteplätze und mehr Platz. Damit die Busse sich nicht gegenseitig behindern und der Verkehr fließen kann, wird statt der Kreuzung ein Kreisverkehr gebaut werden.

Insgesamt soll der ZOB deutlich - um 20 Meter - breiter werden. Das bedeutet: Die Fürstäbtissinstraße wird künftig nur noch zwei statt der heutigen vier Fahrspuren haben.

Der Radverkehr soll grundsätzlich getrennt vom Fußverkehr auf der Fahrbahn geführt und bestenfalls vom Kraftverkehr getrennt werden. Die Planung beinhaltet Radfahrstreifen auf der Fürstäbtissinstraße im Abschnitt des Hauptroutennetzes zwischen Borbecker Straße und dem geplanten Kreisverkehr.

In der Mitteilung der Verwaltung heißt es weiter: Im Rahmen der Erweiterung müssen zudem 43 Parkplätzen, zwei Taxistände und zwei Behindertenparkplätze in der Fürstäbtissinstraße weichen. Die beiden Behindertenstellplätze und die Taxiplätze sollen auf die südliche Seite der Heinrich-Brauns-Straße in fußläufig kurzer Verbindung zum Bahnhof und ZOB verlegt werden. Es sind keine Flächen vorhanden, um die entfallenden Stellplätze auf dem westlichen Bahnhofsvorplatz zu ersetzen. Um die Erreichbarkeit der zentralen Einrichtungen und des Einzelhandels der Borbecker Innenstadt trotzdem weiter zu gewährleisten, sollen die verbliebenden Stellplätze mit direktem Zugang zum Stadtteilzentrum in die Bewirtschaftung genommen werden. Dies ermöglicht eine ständige Fluktuation auf diesen Stellplätzen und verbessert die Erreichbarkeit über den gesamten Tagesverlauf.

Gut für die Wartenden: Für die Wartefläche soll eine nahezu vollflächig überspannende Dachkonstruktion entworfen werden. Bei der Verwaltung heißt es dazu: "Aufgrund der stadtplanerischen und städtebaulichen Wirkung wird die Dachkonstruktion in einer separaten Gremienbeteiligung behandelt."

Kostenpunkt für all das: 4,2 Millionen Euro nach heutigem Stand.

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