Aufwand wird nicht belohnt

RWE trennt sich 1_1 von Erzgebirge Aue

0 21.08.2023

Der erste Punkt ist auf dem Konto. Rot-Weiss Essen trennte sich am 2. Spieltag in der 3. Liga vom FC Erzgebirge Aue 1:1 (1:1), sicherte sich damit zum Auftakt der „Englischen Woche“ einen Zähler, verpasste aber den erhofften ersten Saisonsieg. Die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski betrieb über 90 Minuten plus Nachspielzeit sehr viel Aufwand, musste sich am Ende aber mit dem Unentschieden begnügen. Vor 15.117 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße brachte Sean Seitz (17.) zunächst die Gäste aus Sachsen in Führung. Noch während der ersten Halbzeit gelang jedoch Torben Müsel (29.) mit einer sehenswerten Aktion der Ausgleich. Trotz einiger guter Chancen in der zweiten Halbzeit blieb RWE ein weiterer Treffer verwehrt.

Im Vergleich zum Pokal-Krimi gegen den Hamburger SV (3:4 nach Verlängerung) nahm Christoph Dabrowski erneut nur eine Veränderung in seiner Anfangsformation vor. Für Felix Götze, der wegen eines Infekts einige Tage mit dem Training aussetzen musste und deshalb zunächst auf der Bank Platz nahm, begann Thomas Eisfeld. Er lief wie gewohnt im defensiven Mittelfeld neben Neuzugang Vinko Sapina auf.

RWE startete damit mit derselben Anfangsformation wie zum Ligaauftakt beim Halleschen FC (1:2). In der Abwehr setzte „Dabro“ wieder auf eine Viererkette mit Andreas Wiegel, José-Enrique Rios Alonso, Kapitän Felix Bastians und Lucas Brumme.

Weiterhin zuschauen mussten Ekin Celebi (Leistenprobleme), Nils Kaiser (Innenbandanriss), Aaron Manu (Achillessehnenreizung und Infekt) sowie Sandro Plechaty (Knieprobleme). Cedric Harenbrock, der gegen den HSV wegen muskulärer Probleme gefehlt hatte, gehörte dagegen wieder zum Kader. Die Gäste aus Sachsen, betreut von Drittliga-Rekordtrainer Pavel Dotchev, setzten ebenfalls auf dieselbe Formation wie beim 1:0-Auftaktsieg gegen den FC Ingolstadt 04.

Seitz legt für Erzgebirger vor – Müsel kontert

Nach einem munteren Spielbeginn, zunächst allerdings noch ohne klare Abschlussmöglichkeiten, hatten die Rot-Weissen die erste gute Möglichkeit. Mit einer gelungenen Aktion spielte Moussa Doumbouya Außenstürmer Marvin Obuz frei, dessen Flachschuss Aues Torhüter Martin Männel jedoch abwehren konnte.

Auf der Gegenseite hatte RWE schon einmal Glück, als eine Hereingabe von Tim Danhof von der rechten Seite quer durch den Strafraum sauste, ohne einen Abnehmer zu finden. Nur wenig später gerieten die Hausherren in Rückstand. Nach einer mustergültigen Vorarbeit von Omar Sijaric, der sich nach einem starken Solo erst gegen José-Enrique Rios Alonso und Vinko Sapina behauptete und dann perfekt durchsteckte, ließ der erst in diesem Sommer vom Südwest-Regionalligisten VfR Aalen gekommene Sean Seitz (17.) Jakob Golz keine Chance.

Die Rot-Weissen haderten nicht lange, sondern bemühten sich, so schnell wie möglich zurückzuschlagen. Einen Freistoß von Thomas Eisfeld fischte Martin Männel aus dem langen Eck. Wenig später war der Auer Schlussmann und Kapitän allerdings machtlos, als Torben Müsel (29.) ein Zuspiel von Lucas Brumme sehenswert mit dem Oberkörper annahm und aus der Drehung zum 1:1 ins lange Eck traf.

Es hätte nicht viel gefehlt und Rot-Weiss Essens Nummer 26 wäre sogar der Führungstreffer gelungen. Nach einer scharfen Linksflanke von Lucas Brumme tauchte Torben Müsel frei vor dem Gäste-Tor auf, konnte den Ball aber nicht richtig kontrollieren, so dass Martin Männel eingreifen konnte. Auch gegen Isaiah Young war Aues Torhüter auf dem Posten. So blieb es zur Pause beim 1:1.

„Joker“ Leonardo Vonic verpasst „Lucky Punch“

Beide Mannschaften starteten unverändert in die zweite Halbzeit und gaben sich von Beginn an nicht mit dem Remis zufrieden, sondern spielten weiter nach vorne, auch wenn hochkarätige Chancen zunächst ausblieben. Ein Schuss von Vinko Sapina von der Strafraumgrenze wurde abgewehrt, nach dem folgenden Eckball köpfte Torben Müsel die Kugel knapp am Auer Kasten vorbei.

Nach einer guten Stunde musste RWE verletzungsbedingt wechseln. Kapitän Felix Bastians konnte nicht weitermachen. Für kam Felix Götze und rückte in die Abwehrkette. Außerdem kam Cedric Harenbrock für Marvin Obuz neu ins Spiel und legte nur wenige Sekunden später geschickt für „Isi“ Young auf. Dessen Schuss wurde jedoch ebenso abgeblockt wie ein Kopfball von José-Enrique Rios Alonso nach einer Ecke von Thomas Eisfeld.

Zu Beginn der Schlussviertelstunde hatte plötzlich der ehemalige Drittliga-Torschützenkönig Marcel Bär, von dem bis dahin nicht viel zu sehen war, die Möglichkeit, seine Mannschaft erneut in Führung zu bringen. Der frühere Münchner „Löwe“ traf den Ball aber nicht mit dem Kopf, sondern mit der Schulter. Daher trudelte die Kugel ins Toraus.

Kurz danach brachte Christoph Dabrowski mit Ron Berlinski (für Torben Müsel) und Björn Rother (für Thomas Eisfeld) zwei weitere frische Spieler. In den letzten Minuten kam dann auch noch Leonardo Vonic für Isaiah Young – und hätte fast für den „Lucky Punch“ gesorgt. Sein Schlenzer aus 20 Metern landete jedoch auf dem Tornetz.

NRW-Duelle bei Viktoria Köln und gegen Münster

Nach dem ersten Liga-Heimspiel der neuen Saison geht es für das Dabrowski-Team Schlag auf Schlag weiter. Im Rahmen der ersten „Englischen Woche“ steht bereits am kommenden Mittwoch, 23. August, ab 190 Uhr zum FC Viktoria Köln, der mit sechs Punkten aus den ersten beiden Partien optimal gestartet ist und sich außerdem durch einen 3:2-Coup gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen für die zweite Runde im DFB-Pokal qualifizierte.

Am folgenden Sonntag, 27. August, kommt es gegen den Aufsteiger SC Preußen Münster zu einem weiteren West-Duell. Anstoß im Stadion an der Hafenstraße ist erneut um 19.30 Uhr. Die Preußen warten noch auf ihren ersten Sieg und ihr erstes Tor.

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