Annalena Rieke kommt im Sommer zur SGS

Erster Neuzugang beim Frauen-Bundeligisten

0 03.03.2022

Sie ist 23 Jahre jung, spielte in ihrer bisherigen Fußballkarriere seit der U17 nur für drei Vereine – Jena, Gütersloh, Essen - und „brennt darauf“, dass es Sommer wird und sie in Essen (wieder) loslegen kann. Ihre 1,72 Meter Körpergröße bewegt sie leichtfüßig und in hohem Tempo über den Platz. Ihr bevorzugtes Bewegungsterrain ist die Hälfte jenseits der eigenen Verteidigung. Sie selber sagt zwinkernd dazu: „Je näher am gegnerischen Tor, umso besser.“ Ihr künftiger Trainer Markus Högner sieht sie als Spielertyp, den „wir so noch nicht im Team haben“ und freut sich auf die Rückkehr von Annalena Rieke nach Essen. Am 1. Juli 2022 beginnt ihr zweites Engagement bei der SGS. Sie ist damit auch der erste Neuzugang für die neue Saison.

Als Essens neue Offensivspielerin die Ruhrmetropole vor drei Jahren Richtung Gütersloh verließ, war der Schritt in die zweite Liga für beide Seiten ein sinnvoller und logischer. Trainer Markus Högner erinnert sich: „Annalena hatte in ihrer ersten Zeit in Essen sehr viel mit Verletzungen zu kämpfen und schaffte dadurch trotz bester Veranlagungen einfach nicht den Sprung in den Bundesligakader.“ Die heute 23jährige hatte ihrem Körper mehr zugemutet als er leisten konnte: „Ich war eine sehr junge und ehrgeizige Spielerin und hatte große Ziele. Zu große für einen zu kurzen Zeitraum. Ich musste mir also recht früh eingestehen, dass mein Körper die hohe Belastung nicht mitgehen kann und ich einiges ändern muss.“

Drei Gründe sprachen für die SGS

Sie ging nach Gütersloh. „Dort hatte ich die Möglichkeit und die Zeit ohne Druck meinen Körper aufzubauen und ihm die Zeit zu geben, die er brauchte. Ich habe an meinen Schwachstellen gearbeitet und meine damaligen Probleme mehr als gut in den Griff bekommen. Ich hatte keine großen Ziele mehr, sondern wollte einfach nur noch schmerzfrei Fußballspielen und Spaß haben“, resümiert Annalena Rieke ihre Zeit bei den Ostwestfalen.

Unser Trainerteam hat die Fortschritte verfolgt und registriert. Markus Högner: „Sie hat sich dort sehr gut zu einer Führungsspielerin entwickelt. Mittlerweile ist sie top fit.“ Weiß wo das Tor steht und wie man dahin kommt Ein Blick auf ihre Statistik unterstreicht, warum der Essener Coach die Studentin der Wirtschaftswissenschaften unbedingt im Team haben wollte: Denn 32 Tore in 57 Spielen für Gütersloh sind eine Top-Quote. Sie verkörpert dabei einen Spielertyp, der dem Bundesligisten bisher fehlte: „Annalena ist eine Stoßstürmerin, die Du auch mal schicken kannst. Sie hat ein gutes Durchsetzungsvermögen und ist sehr torgefährlich. Auf der anderen Seite kann sie einen Ball auch mal gut absichern und ihre Mitspielerinnen blitzschnell mit in die Szene nehmen, erklärt Markus Högner: „Ich freue mich auf Annalena. Sie ist eine sinnvolle Verpflichtung und wird uns schnell weiterhelfen.“

Eine junge alte Häsin

Die mehrfache Juniorennationalspielerin - 32 Länderspiele in allen Altersklassen von der U15 bis zur U20 stehen bei der ehrgeizigen Stürmerin in der sportlichen Vita - bringt aus ihren Zeiten in Gütersloh und Jena viel Erfahrung mit nach Essen. „Sie hat sich immer mit den Besten ihres Jahrgangs messen können.

Das hat ihrer Entwicklung sehr gutgetan. Dadurch hat sie auch gelernt, sich durchzubeißen und durchzusetzen. Dazu kommt, dass sie mit gerade einmal 23 Jahren zwar schon ein alter Hase ist, aber jung genug, den nächsten Schritt zu machen, ihre Führungsqualitäten weiter auszubauen und hoffentlich viele Tore für uns schießen wird“, blickt Högner schon nach vorne.

Annalena Rieke freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich bin bereit, den nächsten Schritt zu gehen und freue mich sehr darauf, mich in der höchsten deutschen Liga mit den besten Spielerinnen Deutschlands messen zu können.“ Drei Gründe sprachen für einen Wechsel zur SGS: „Seit September 2021 studiere ich an der Fachhochschule in Gelsenkirchen Wirtschaftswissenschaften und wohne in Herten. Durch den Wechsel zur SGS habe ich die Möglichkeit mein Studium und mein Privatleben optimal mit dem Fußball kombinieren zu können. Das war ein sehr wichtiger Punkt für mich, da ich mich wohl fühlen muss, um bestmögliche Leistungen zu bringen. Daher kommt es mir zugute, dass die SGS - genau wie Gütersloh
- ein sehr familiärer Verein ist. Zudem kenne ich schon einige Spielerinnen und Trainer/innen, was mir die Eingewöhnung hoffentlich erleichtert“, so der Neuzugang.

  

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