Abschied von Dr. Herbert Hohaus

0 08.09.2025

BORBECK. Eine große Trauergemeinde nahm heute Abschied von Dr. Herbert Hohaus. Der frühere Ärztliche Direktor des Philippusstiftes starb am 27. August 2025, nach schwerer und geduldig ertragener Krankheit am Tag seines 92. Geburtstages.

Der gebürtige Sterkrader nahm nach dem Abitur in Oberhausen-Osterfeld das Medizinstudium in München auf und ging nach der Promotion als Oberarzt in der gynäkologischen Abteilung an das Katholische Krankenhaus in Köln-Lindenthal. Im Sommer 1971 kam er an das Katholische Krankenhaus Philippusstift in Essen-Borbeck, wo er bis zu seinem Renteneintritt im Sommer 1998 im Wechsel mit Dr. Alfons Spickermann und Dr. Bernd Becker das Philippusstift als ärztlicher Direktor leitete. Von vielen Seiten wurde seine Tätigkeit als Chefarzt der von ihm aufgebauten Gynäkologischen Abteilung als verantwortungsbewusst, rücksichtsvoll, umsichtig, mitfühlend und mit hoher fachlicher Kompetenz gewürdigt. Ungezählten neuen kleinen Erdenbürgern half er in seiner zeitintensiven Berufung im „Philipp“ auf ihrem Weg ins Leben.

Neben seiner Arbeit war der mit großem Humor und vielseitigen Interessen gesegnete Arzt nicht nur seinen Fachkollegen freundschaftlich verbunden. Seine Mitgliedschaft in den akademischen Vereinen des Cartellverbands katholischer deutscher Studentenvereine prägte ihn zeitlebens: Als Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des CV-Zirkels Kohle Essen-Borbeck und als Mitglied der K.d.St.V. Silesia in Bochum war er nicht nur örtlichen Vereinigungen verbunden. Der Idee des freundschaftlichen Miteinanders und des wissenschaftlichen Austausches verpflichtete er sich auch bei der K.A.V. Capitolina in der Stadt Rom, für die er nicht nur eine große Leidenschaft hegte, sondern in der er auch familiäre Beziehung pflegte. Eine 65-jährige Ehe verband Dr. Herbert Hohaus mit seiner Ehefrau, die mit drei Söhnen und einer großen Familie dankbar auf ein langes erfülltes gemeinsames Leben zurückschaut.

Besondere Fürbitten galten im Auferstehungsamt in der St. Dionysius-Kirche vor allem den Menschen, die in medizinischen Berufen tätig sind, sich um Kranke und Schwache kümmern und in Hospizen Sterbende begleiten. Im Anschluss an die Messe erfolgte die Urnenbeisetzung auf dem katholischen Friedhof an der Hülsmannstraße.

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