Konzept steht: Ein Trinkwasserbrunnen soll auf den Alten Markt

0 02.05.2023

BORBECK. In seiner Oktober-Sitzung hatte der Rat der Stadt Essen die Verwaltung im vergangenen Jahr damit beauftragt, ein Konzept zur öffentlich zugänglichen und kostenlosen Trinkwasserversorgung zu erarbeiten und anfallende Kosten zu eruieren. Im heutigen Ausschuss für Umwelt, Klima- und Verbraucherschutz (02.05.) wurden die Ergebnisse präsentiert. Ob die Stadt tatsächlich so viel Geld in die Hand nehmen wird, um die zehn Brunnen - einer davon könnte auf dem Alten Markt stehen - zu errichten und zu unterhalten, darüber entscheidet der Rat in seiner Mai-Sitzung.

Demnach wurden durch das städtische Umweltamt in Abstimmung mit den Stadtwerken Essen mögliche Standorte für die Errichtung von Trinkwasserbrunnen identifiziert, die aufgrund ihrer Lage und Erreichbarkeit besonders geeignet scheinen. Eine gute Anbindung an das Radwegenetz sowie den ÖPNV waren dabei ebenso wichtig, wie die zentrale Lage sowie eine hohe Frequenz. Zunächst ist vorgesehen, dass in jedem Stadtbezirk mindestens ein Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum errichtet werden soll. Als Pilotanlage ist geplant, noch in diesem Sommer einen solchen Brunnen auf dem Kennedyplatz zu errichten und in Betrieb zu nehmen. Für die Errichtung von Brunnen in den anderen Stadtbezirken sollen separate Beschlüsse – auch unter Beteiligung der Bezirksvertretungen – gefasst werden. Aktuell sind folgenden Örtlichkeiten vorgesehen, wobei die genauen Standorte zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden:

  • Stadtbezirk I: Kennedyplatz (Pilotanlage)
  • Stadtbezirk II: Rüttenscheider Stern
  • Stadtbezirk III: Frohnhauser Platz
  • Stadtbezirk IV: Borbecker Platz/Alter Markt
  • Stadtbezirk V: Altenessener Markt
  • Stadtbezirk VI: Katernberger Markt
  • Stadtbezirk VII: Kaiser-Otto-Platz
  • Stadtbezirk VIII: Kupferdreher Markt
  • Stadtbezirk IX: Werdener Markt
  • Stadtbezirk IX: Bürgermeister-Fiedler-Platz

Bei der Auswahl des Brunnenmodells soll insbesondere der Aspekt der Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Zudem soll es an den künftigen Brunnen auch problemlos möglich sein, persönliche Trinkwasserflaschen befüllen zu können. Aus hygienischen Gründen werden Modelle bevorzugt, die eine Edelstahloberfläche haben und insgesamt aus robustem Material ohne bewegliche Teile bestehen.

Betrieb und Kosten

Nachdem bereits in Zusammenhang mit potenziellen Standorten ein Austausch mit den Stadtwerken Essen erfolgte, ist vorgesehen, dass die Stadtwerke Essen auch die Anschlüsse sowie den Einbau und auch die anschließende umfassende Betreiberverantwortung im städtischen Auftrag übernehmen. Um den technischen und hygienisch gesicherten Betrieb der Trinkwasserspender zu gewährleisten, gilt es hierbei unter anderem, regelmäßige Säuberungen und Spülungen sowie mikrobiologische Beprobung und Untersuchung gemäß der geltenden Trinkwasserverordnung durchzuführen und die Brunnen zu warten, instand zu halten oder falls nötig zu reparieren. Die Kosten für die Beschaffung, die Installation und den Anschluss eines Trinkwasserbrunnens liegen bei rund 15.000 Euro. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich pro Anlage dann auf circa 11.000 Euro, wobei diese Schätzung von einer achtmonatigen Betriebszeit – ausgenommen ist die Frostperiode – ausgeht.

Mit dem dargestellten geplanten Vorgehen wird sich auch der Rat der Stadt Essen in seiner Sitzung am 17. Mai befassen und hierüber entscheiden.

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