Höhere Förderung für Solaranlagen in der Stadt

0 08.02.2023

ESSEN. Mehr Sonnenenergie für Essen: Am Dienstag, 7. Februar, hat sich der Ausschuss für Umwelt, Klima- und Verbraucherschutz für die Neuauflage der Förderung von neuen Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) und thermischen Solaranlagen ausgesprochen. Dafür standen 2022 insgesamt 800.000 Euro zur Verfügung. Der Rat der Stadt Essen wird voraussichtlich in seiner Sitzung am 15. Februar über das Thema entscheiden. Damit könnte die Förderung zum 1. März starten. Profitieren können private, gemeinnützige und gewerbliche Antragsstellerinnen und Antragssteller mit Liegenschaften in Essen.

Die Stadt Essen hatte Solarenergie im vergangenen Jahr in zwei Runden gefördert. In der ersten Förderrunde ab Januar 2022 wurden bei der Grüne Hauptstadt Agentur insgesamt 575 Anträge gestellt. 442 Förderanträge konnten anschließend bewilligt werden. In der zweiten Runde gingen 320 Anträge ein, von denen 282 eine Bewilligung erhielten. 2023 soll nun nach dem Haushaltsantrag von CDU und Grünen im Vergleich zum Vorjahr ein noch deutlich höheres Fördergeldvolumen bereitgestellt werden: Vorgesehen seien 2,385 Millionen Euro, davon 390.000 Euro Landesmittel und ein städtischer Eigenanteil von 1,995 Millionen Euro.

„Gewinn fürs Klima"

„Wir sind überzeugt, dass das deutlich aufgestockte Solar-Förderprogramm genauso nachgefragt sein wird", so Sascha Berger, klima- und energiepolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen: „Wir möchten damit allen Bürgerinnen und Bürger die Chance geben, ihren eigenen klimaneutralen Strom zu produzieren. Mit der Förderung von Steckersolarmodulen, die sich insbesondere auch für Mieterinnen und Mieter anbieten, unterstützen wir außerdem mehr Teilhabe und Energiegerechtigkeit.“ Auch Yannick Lubisch, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion ermutigt alle interessierten Bürger, einzusteigen: „Unbürokratisch und wirtschaftlich reizvoll fördert die Stadt nun noch stärker all jene, die aktiv an der Energiewende mitwirken wollen. CDU und Grüne haben dafür gesorgt, dass die Fördermittel im Vergleich zu 2022 verdreifacht wurden. Dieses Erfolgsmodell ist ein echter Gewinn für das Klima, die heimische Wirtschaft und die Geldbeutel aller zukünftigen Solarstromerzeuger!“

Richtlinien zur Förderung

Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen der Erwerb und die Installation inklusive dazugehöriger Inbetriebnahme neuer PV-Anlagen und Stecker-Solargeräte. Ebenso gefördert werden neue thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung mit Heizungsunterstützung. Ausgenommen von einer Förderung sind Maßnahmen, die vor Zugang des vollständigen Antrages beauftragt, erworben, installiert und/oder in Betrieb genommen wurden. Nach den Förderrichtlinien 2022 durfte erst nach Ausstellung des Zuwendungsbescheides mit der Maßnahme begonnen werden. Die Richtlinie für dieses Jahr sieht vor, dass eine Auftragserteilung grundsätzlich schon nach dem vollständigen Zugang des Förderantrages auf eigenes Risiko möglich sein soll. Hintergrund sind etwa Lieferengpässe bei PV-Anlagen. Konkretere Informationen wie zur Nennleistung der Anlagen, können der Richtlinie 2023 zur Förderung von Solarenergie in Essen im Ratsinformationssystem entnommen werden.

Aktuelle Zahlen: Photovoltaik-Anlagen in Essen

Nach dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur waren auf dem Essener Stadtgebiet 2022 insgesamt über 3.800 Photovoltaik-Anlagen registriert und in Betrieb. Die Brutto-Nennleistung dieser Anlagen liegt bei über 48.000 kWp. Allein im Jahr 2022 wurden im Essener Stadtgebiet mehr als 870 PV-Anlagen in Betrieb genommen. In den Vorjahren waren es noch 459 (2021) bzw. 314 (2020).

 

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