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0 03.12.2025
Rot-Weiss Essen hat auch am 16. Spieltag in der 3. Liga den Anschluss an die Spitzenplätze gehalten. Das Team von Trainer Uwe Koschinat setzte sich auch nach gleich zwei Rückständen noch 3:2 (0:0) beim 1. FC Saarbrücken durch. Bei den Gastgebern gab Sportdirektor Jürgen Luginger sein Debüt als Interimstrainer und Nachfolger des freigestellten früheren RWE-Profis Alois Schwartz.
Vor 12.996 Zuschauern im Ludwigsparkstadion brachte Patrick Schmidt (47.) den FCS kurz nach der Pause erstmals in Führung. Der Ausgleichstreffer von Torben Müsel (57.) hatte nicht lange Bestand, weil auch Florian Pick (62.) für die Gastgeber erfolgreich war. In der Schlussphase drehten aber die beiden eingewechselten Ahmet Arslan (84., Handelfmeter) und Franci Bouebari (90.).
„Wir hatten über viele Phasen eine richtig gute Spielkontrolle“, sagte Uwe Koschinat im Interview bei MagentaSport. „Es ist auch richtig toll anzusehen, wie wir uns zum Teil aus Pressing-Situationen befreien, das Spiel beschleunigen und verlagern. Wir müssen jetzt nur sehr aufpassen, dass nicht allzu viele Mannschaften Lehren aus unserem Spiel gegen Cottbus ziehen. Das hat auch der FCS gemacht, indem wir gnadenlos ausgekontert wurden. Ich habe selten von meiner Mannschaft so viele leichte Fehler auf der letzten Verteidigungslinie gesehen. Zur Wahrheit gehört bei der ganzen Überlegenheit auch, dass wir uns relativ wenige klare Möglichkeiten herausgespielt haben. Saarbrücken hatte dagegen – neben den Toren – noch einige 100-prozentige Chancen. Das ist dann kein gutes Zeugnis für uns. Das Spiel war vielleicht die ideale Lehre, um neben dem emotionalen Glücksmoment auch kritisch zu bleiben.“
RWE-Trainer Uwe Koschinat nahm im Vergleich zum Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus (2:3) zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Für Flügelstürmer Marvin Obuz und Spielgestalter Ahmet Arslan starteten Ramien Safi auf der rechten Seite und Tom Moustier im zentralen Mittelfeld.
Vor Torhüter Jakob Golz verteidigte damit in der Abwehr wieder eine Viererkette mit – von rechts nach links – Michael Kostka, José-Enrique Rios Alonso, Tobias Kraulich und Lucas Brumme. Im zentralen Mittelfeld zogen Klaus Gjasula, der die Kapitänsbinde trug, und Tom Moustier die Fäden. In der offensiven Dreierreihe starteten Ramien Safi, der um eine Position nach vorne gerückte Torben Müsel und Kaito Mizuta. Sie unterstützten Stoßstürmer Jannik Mause.
Nicht einsatzfähig waren Angreifer Jaka Cuber Potocnik (Muskelverletzung im Oberschenkel), Mittelfeldspieler Nils Kaiser (Infekt) und Rechtsverteidiger Jannik Hofmann (Außenbandriss im Sprunggelenk). Dafür rückte Luca Bazzoli wieder ins Aufgebot.
Das Spiel startete ausgeglichen, beide Teams agierten auf Augenhöhe. Die erste Torannäherung verzeichnete der FCS. Patrick Schmidt konnte auch Jakob Golz überwinden, allerdings stand der Angreifer zuvor im Abseits. Die Rot-Weissen tauchten im Anschluss an eine Ecke der Gastgeber erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Über Umwege landete der Ball beim Konter bei Michael Kostka, dessen Flanke aber ins Toraus geklärt werden konnte. Die bis dahin beste Möglichkeit erspielte sich der 1. FC Saarbrücken. Tim Civelja bediente Patrick Schmidt, der an Jakob Golz vorbeidribbelte. Den Schuss aus spitzem Winkel konnte aber der auf die Linie geeilte José-Enrique Rios Alonso noch klären.
Auf Essener Seite zielte Tom Moustier von der Strafraumgrenze zu zentral. Außerdem wurde nach einem Einwurf des Franzosen der Versuch von Tobias Kraulich noch geblockt. Ein Angriff über die rechte Seite leitete die bis dahin beste RWE-Aktion ein. An die scharfe Hereingabe von Michael Kostka bekam FCS-Torhüter Phillip Menzel noch eine Hand dran, so dass Kaito Mizuta am langen Pfosten den Ball neben das Tor grätschte.
Für die letzte gefährliche Aktion des ersten Durchgang sorgte wieder der 1. FC Saarbrücken. Nach einer Körpertäuschung des auffälligen Tim Civelja lief der FCS mit vier Spielern alleine auf Tobias Kraulich und Jakob Golz zu. Der Abschluss von Abdoulaye Kamara war aber kein Problem für den RWE-Schlussmann.
In die zweite Halbzeit starteten die Rot-Weissen denkbar unglücklich. Eine Ecke von Florian Pick köpfte Patrick Schmidt (47.) unbedrängt zur 1:0-Führung für die Gastgeber ein. Das Koschinat-Team war um eine schnelle Antwort bemüht. Eine Flanke von Kaito Mizuta bekam der 1. FC Saarbrücken noch geklärt. Wenige Minuten später setzte sich aber Lucas Brumme nach einem Doppelpass mit dem Japaner über die linke Seite durch. Den Querpass des Linksverteidigers drückte Torben Müsel (57.) unhaltbar zum 1:1 über die Linie.
RWE musste allerdings kurz darauf den nächsten Rückschlag hinnehmen. Klaus Gjasula verpasste einen Pass von Saarbrückens Patrick Schmidt nur knapp. Stattdessen landete der Ball bei Florian Pick (62.), der zunächst José-Enrique Rios Alonso mit einer Körpertäuschung aussteigen ließ und dann auch noch unhaltbar für Jakob Golz zum 2:1 aus Sicht der Hausherren traf.
Uwe Koschinat reagierte mit einem Dreifachwechsel. Marek Janssen, Ahmet Arslan und Marvin Obuz kamen für Jannik Mause, Klaus Gjasula und Ramien Safi in die Begegnung. Nach einem Eckball kam auch gleich Ahmet Arslan zum Abschluss, sein Kopfball geriet aber zu zentral. Die Rot-Weissen wechselten ein weiteres Mal: Franci Bouebari ersetzte Kaito Mizuta. Dafür agierte Lucas Brumme nun offensiver.
Und Brumme war dann auch maßgeblich am Ausgleich beteiligt. Einen Schuss des 26-Jährigen blockte Philip Fahrner aus wenigen Metern Entfernung mit abgewinkelten Arm im Strafraum ab. Ahmet Arslan (84.) glich mit dem fälligen Handelfmeter aus. Fast hätten die Rot-Weissen schon kurz darauf das Spiel gedreht. Nach einer Freistoß-Flanke von Lucas Brumme wurde Marek Janssen im letzten Moment noch geblockt.
Aber auch der FCS kam noch zu Großchancen. Einen Abstoß von Torhüter Phillip Menzel verlängerte Tobias Kraulich unglücklich mit dem Kopf in den Lauf von Rodney Elongo-Yombo. Der Einwechselspieler der Gastgeber scheiterte aber an der Fußabwehr von Jakob Golz. Nur wenige Sekunden später grätschte der ebenfalls ins Spiel gekommene Richard Neudecker eine scharfe Hereingabe knapp neben das Tor.
Stattdessen gelang RWE der Lucky Punch. Nach einem Saarbrücker Eckball leitete Ahmet Arslan den Konter ein. Marvin Obuz legte für Franci Bouebari (90.) ab, der alleine vor Philipp Menzel die Ruhe behielt und den Ball im langen Eck platzierte. Saarbrücken drückte in der siebenminütigen Nachspielzeit auf den Ausgleich. Die Rot-Weissen brachten die Führung aber über die Zeit – und durften mit den mitgereisten Fans über den vierten Auswärtssieg in der laufenden Saison jubeln.
Nach dem Gastspiel im Saarland stehen für RWE bis zur Winterpause noch drei Partien an, zwei davon im Stadion an der Hafenstraße. Am Freitag, 5. Dezember, ab 19 Uhr ist zunächst die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart im Rahmen des 17. Spieltages unter Flutlicht in Essen zu Gast.
Es folgen am Samstag, 13. Dezember, ab 16.30 Uhr das NRW-Duell beim SC Verl sowie zum Hinrunden- und Jahresabschluss am Samstag, 20. November, ab 14 Uhr das Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 Fußball.
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