Jeden Sonntag Tanz

0 01.06.2025

BEDINGRADE. Eindrücke von der „Raststätte Wilhelmshöhe“ vermittelt uns diese alte Postkarte aus der Sammlung von Wilhelm Küpper. Warum sich das seit 1909 bestehende Lokal als Raststätte bezeichnete, wissen wir nicht; der Begriff mutet etwas seltsam an, denn man denkt ja heute eher an einen Autobahn-Parkplatz voller schwerer Lkws. Aber vielleicht dachte der Inhaber ja auch an müde Fuhrleute und Wanderer, denen er Erquickung bieten wollte.

Die Karte ist in den 30er-Jahren gedruckt worden, und schon damals wurde eine bekannte amerikanische Zuckerbrause beworben. Die Kegelbahn am Haus wird so manchen sportlichen Abend gesehen haben und im großen Saal wurde gehochzeitet, getagt und debattiert - in Frintrop und Bedingrade gab es ja Vereine zuhauf. Schattige Gartenanlagen luden zum Verweilen im Freien ein und jeden Sonntag gab es Musik im Pavillon und Tanz, liest man auf der Rückseite der Karte. Unterhaltungstechnisch war man also auf der (Wilhelms-)Höhe der Zeit und von Rock'n'Roll oder Karaoke war noch nicht die Rede. Die Wilhelmshöhe von Willy Möllhoff steht noch heute an der Ecke Frintroper Straße/Im Wulve und ist jetzt ein Hotel. Ob es dort noch Schusterpalmen und Sparkassenkästchen gibt? Wir gehen mal nachschauen demnächst.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 9 plus 2.