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0 14.07.2025
BORBECK-MITTE. Das Philippusstift ist eine feste Borbecker Größe, und auch die Ursprünge des Krankenhauses liegen in jener Boom-Zeit, die das Revier ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte. Innerhalb von 20, 30 Jahren wurden damals aus beschaulichen Dörfern wie Borbeck Industriestädte, in denen man zunächst fast allen nötigen Einrichtungen vergebens suchte, die ein halbwegs geregeltes Leben erst ermöglichen.
Es fehlte nicht nur an Wohnungen, sondern auch an medizinischer Versorgung – und das trotz der vielen Kranken und Verletzten durch die harte und gefährliche Arbeit unter Tage, auf der Zinkhütte oder den Rangierbahnhöfen. In den 1860er-Jahren richteten die Elisabethschwestern in Haus Berge das erste Hospital ein, doch schon bald zeigte sich, dass es weiterer Anstrengungen bedürfen würde, um die Versorgung der immer weiter wachsenden Bevölkerung zu gewährleisten.
Und so war es die Dionysiusgemeinde, die Anfang der 1890er-Jahre an der damaligen Friedensstraße das zweite Borbecker Hospital eröffnete. Es wurde nach dem Erzbischof von Köln, Philipp Kardinal Krementz, benannt. Der Zechenverbund König Wilhelm (Wolfsbank, Levin) zählte zu den Unterstützern des Projekts. 1925 entstand dann der große Erweiterungsbau, den die Ansichtskarte aus der Sammlung von Wilhelm Küpper zeigt. Hier eröffnete der Nervenarzt Ferdinand Segerath die im Deutschen Reich erste psychiatrisch-neurologische Station in einem Allgemeinkrankenhaus.
Im Krieg schwer beschädigt, wurde das Philipp wieder aufgebaut und in den 80er-Jahren erweitert. Pläne für einen Neubau an der Flurstraße verwarf man wieder.
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