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0 27.04.2026
BORBECK. Als diese Karte im Jahre 1911 von Dellwig nach Kettwig auf die Reise ging, gehörte das Schloss der Familie von Fürstenberg. Sie wohnte dort allerdings schon lange nicht mehr in Borbeck, sondern auf Hugenpoet. Die Räume in Borbeck blieben ungenutzt. In den Park durfte man trotzdem nicht, der wurde erst 1920 zugänglich gemacht. Man musste Eintritt bezahlen. Dafür bekam man auch allerlei geboten: Es gab eine große Gastronomie, ein Karussell, einen Musikpavillon und vieles mehr. 1941 verkaufte die Familie von Fürstenberg schließlich das Schloss an die Stadt Essen. Im Krieg blieb es unversehrt. Die Sanierung des Schlosses in den Sechzigerjahren vernichtete allerdings bis auf wenige Details und den Gewölbekeller die ganze historische Bausubstanz im Innern. Schade. Trotzdem werden das Schloss und der Park von allen in Borbeck noch immer heiß und innig geliebt. Es zählt nach wie vor zu den am häufigsten fotografierten Motiven. Die Karte stammt aus der Sammlung von Wilhelm Küpper, der sie gerne mit unseren Leserinnen und Lesern teilt.
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