Von einer goldenen Mondsichel - oder einem Croissant...

0 15.05.2021

Wo man sonst nicht so hinkommt, da wollte Monica immer schon mal hin. Und zwar nicht nur mit dem Finger auf der Landkarte.

Ist das noch Bochold? Vogelheim oder Altenessen?

Gemeint ist das Stücksken Grün zwischen Bottroper Straße, Hövelstraße und der Straße Am Lichtbogen auf dem M1-Gelände.


Was soll da schon sein? Stellt man sich mit dem Rücken zum amerikanischen Hühnchen-Frittierer und geht geradeaus in den Park, wundert man sich zur Rechten über Dutzende jüngst gepflanzter Birken, die einen neuen Weg entlang der Bottroper Straße Richtung Helenenstraße markieren. Die Bottroper ist von dort aus zu hören – aber nicht zu sehen. Der Weg war noch gesperrt, aber Monica hatte Tomaten auf den Augen und mogelte sich an der Absperrung vorbei und ging in paar Schritte in die Richtung. Linker Hand, in einer Art Graben sieht man Gleise liegen, erstaunliche Spurbreiten, längst von Gestrüpp überwuchert. Daneben wächst vermutlich Essens älteste Weide – so dick – so alt, es würde sich lohnen sie unter Naturschutz zu stellen. Ich hoffe doch sehr, dass sie nicht der Verkehrssicherheitspflicht zum Opfer fällt, wenn der Weg mal offiziell eröffnet wird.


Geht man ein Stücksken zurück und hält sich dann rechts, sieht man plötzlich überall Schienenreste. Der Weg führt ein wenig auf und ab. Und plötzlich steht man an einem Aussichtspunkt, der von einer goldenen Mondsichel gekrönt wird. Oder ist es doch ein Croissant? Eine nette Überraschung. Vom Aussichtspunkt aus kann man übrigens bei klarer Sicht bis zum Tetraeder in Bottrop sehen. Toll.


Noch eine Art Kunstwerk steht unten an der Hövelstraße. Drei schlanke, kantige Säulen verweisen auf den edlen Spender, der hier Bäume pflanzen ließ.
Mit dem Finger auf der Landkarte kommt man auch in Corona-Zeiten überall hin. Noch besser sind historische Karten, denn mit ihnen kann man zudem eine Zeitreise unternehmen. Ein Bahnhof, ein Holzlager und dies und das waren an hier, bevor Birken, Brombeeren und Brennnessel das Regiment übernahmen. Das erfährt man, wenn man eine gute Lupe und eine historische Karte der Krupp-Stadt zur Hand nimmt. Okay, die gibt es nicht in jedem Haushalt, und deshalb wäre es doch schön, wenn es hier und da Informationstafeln für den interessierten Wandersmann oder die interessierte Wandersfrau geben könnte. Was meinen Sie?

Bis zur nächsten Woche

Ihre und Eure Monica

 

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