Lost places sind der Renner - bald Touristenströme in Borbeck

0 22.07.2020

„Lost places“ - geheimnisvolle, verlassene Orte – sind total „in“. In der Nähe von Tübingen zum Beispiel kämpfen sich Hunderte durchs Dickicht, um auf einem Bergrücken die wirklich allerletzten Reste eines Zoos zu erkunden, der bereits vor 100 Jahren wieder aufgegeben wurde. Mit Fotoapparaten bestückt sucht man dort das letzte Restchen Eisengitter, das die Löwen einst von den neugierigen Besuchern trennte.

Was einen „Verlorenen Platz“ besonders attraktiv macht für Romantiker, Fotografen und sonstige Touristen, ist nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Auf jeden Fall muss die Lokalität deutlich heruntergekommen sein. „Prora“ zum Beispiel auf Rügen, Beton gewordener Größenwahn, begeistert die Menschen, weil es noch zu großen Teilen völlig abgerockt ist.

Urlaub in Deutschland ist auch „in“. Vielleicht ließe sich ja ein Teil der Touristenströme in die Arena am Schloss lenken? Die Natur erobert sich gerade die Ränge zurück, die Bühne ist mit Graffiti beschmiert, der Boden mit Scherben übersät. Was für ein hübsches Foto-Motiv!

Monica ist Naturfreundin und mit Freude beobachtet sie, dass – wenn man die Stufen der Arena schön in Ruhe lässt – in wenigen Jahren Bergahorn und Birke dort ein kleines Wäldchen entstehen lassen. „Biodiversifikation“ lautet das Stichwort. Und: Stadtklimatisch sehr interessant!

Oder meinen Sie etwa, in Corona-Zeiten sollte man dort Open-Air Konzerte veranstalten? Der freien Kunstszene ermöglichen dort Theater zu spielen? „Unplugged“ wie man neudeutsch sagt, ohne großen Aufwand und vor allem kostenlos?

Lost place? Oder Kultur im Freien? fragt Ihre und Eure Monica

P.S.: Wer etwas mehr über die Arena erfahren möchte, folgt einfach diesem Link: https://www.borbeck.de/lexikon-details/dubois-arena.html

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