Strotzt von Saft und Kraft: Die Sumpfdotterblume

Vielleicht gibt es sie bald wieder häufiger an den Borbecker Bächen

0 24.04.2020

Eidottergelb leuchtet die Sumpfdotterblume (Caltha palustris). Sie liebt nasse Füße: Feuchte Wiesen, Gräben, Ufer, Quellfluren, Riedgrasbestände, Bruch- und Auwälder sind ihre bevorzugten Standorte, sogar gelegentliche Überflutungen machen ihr nichts aus. Hauptsache der Boden ist nährstoffreich. Eine schöne Sumpfdotterblumen-Wiese gab‘s am Lunapark (bevor die Kanalbauarbeiten für den unterirdischen Bach die Flora dort stark beeinträchtige). Auf dem Terrassenfriedhof gibt es welche, im Schlosspark und im Siepen des Arboretum Trautmann an der Aktienstraße. Das Foto machte Andreas Koerner übrigens in Winkhausen auf Mülheimer Seite.

Die Sumpfdotterblume ist eine ausdauernde Pflanze und zählt wie das Buschwindröschen, das Frühlingsscharbockskraut und die Butterblume zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), die sehr reich an Arten ist.

Zwischen März und Juni strotzt die zwischen 15 und 50 Zentimetern hohe Pflanze ihrem Standort gemäß von Saft, ja, die Blüten glänzen richtig fettig. Sie bestehen nur aus den fünf großen Blütenblättern ohne Kelch und sie können einen Durchmesser von bis zu vier Zentimeter erreichen. Jede Blüte enthält zahlreiche Staubblätter und mehrere griffellose Stempel. Die Blüten sondern reichlich Nektar ab und locken viele Insekten an. Die Bestäubung der Pflanze ist aber auch durch Regenschwemmwasser möglich, da die Blüte bei Regen geöffnet bleibt.

Die gelbe Schönheit ist eine ausdauernden Pflanze und zählt wie zum Beispiel das Buschwindröschen, das Frühlingsscharbockskraut und die Butterblume zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), die sehr reich an Arten ist.

Zwischen März und Juni strotzt die zwischen 15 und 50 Zentimetern hohe Pflanze ihrem Standort gemäß von Saft, ja, die Blüten glänzen richtig fettig. Sie bestehen nur aus den fünf großen Blütenblättern ohne Kelch und sie können einen Durchmesser von bis zu vier Zentimeter erreichen. Jede Blüte enthält zahlreiche Staubblätter und mehrere griffellose Stempel. Die Blüten sondern reichlich Nektar ab und locken viele Insekten an. Die Bestäubung der Pflanze ist aber auch durch Regenschwemmwasser möglich, da die Blüte bei Regen geöffnet bleibt.

Ihre bis zu 2,5 mm großen Samen reifen in Kapseln, den so genannten Balgfrüchten, heran, die der Länge nach aufreißen und die Samen freigeben. Die Samen können aber auch schwimmend auf dem Wasser treiben, bis sie irgendwo landen, wo sie keimen und Wurzeln schlagen können.

Der Blütenstängel ist hohl, liegend bis aufsteigend. Die Blätter der Sumpfdotterblume sind nierenförmig und ebenfalls glänzend, lang gestielt und fein gekerbt. Die Wurzeln der Pflanze sind ohne Knollen und eher strangartig.

Wie das Frühlingsscharbockskraut und andere Vertreter diese Familie enthält die Sumpfdotterblume Protoanemonin und ist daher für den Menschen schwach giftig. Dennoch wurden früher die Knospen gekocht und in Essig eingelegt als Kapernersatz verwendet.

Die Sumpfdotterblume wird immer seltener. Früher gehörte diese Art zum typischen Erscheinungsbild von Feuchtwiesen im Frühling und Sommer. Durch Begradigung der Bäche, sowie durch die Trockenlegung von Senken und Mulden in Wiesen ist die Sumpf-Dotterblume in ihren Bestand gefährdet. Die zunehmende Stallhaltung von Milchvieh führt außerdem dazu, dass immer mehr Wiesen planiert werden, um sie möglichst leicht zur Futtergewinnung mähen zu können. Dadurch verschwinden feuchte Senken und Mulden.  Aber wer weiß, vielleicht wird bei uns die Pflanze nach Renaturierung sämtlicher Emscherzuflüsse  wieder häufiger zu sehen sein?

In unsere Gärten hat die Sumpfdotterblume längst Einzug gehalten. Dort wird sie gerne an den Gartenteich gepflanzt. Sie sollte nahe genug am Wasser stehen, da die Pflanzen an stark abtrocknenden Orten die kräftige Farbe der Blüten und Blätter verlieren. Eine Bitte an die Hobby-Gärtner: Entnehmen Sie die Pflanzen nicht aus der Natur, sondern kaufen sie diese im Handel.

Zum Bild: Den deutschen Namen erhielt die Pflanze wegen ihres Vorkommens an feuchten Standorten. Der Gattungsname "Caltha" ist nicht ganz geklärt, wahrscheinlich bedeutet er im Altgriechischen "Korb" oder "Schale" und bezieht sich damit auf die schalenförmigen Blüten der Pflanze. Der Artname "palustris" lat.: palus = Sumpf weist auf ihr Vorkommen an feuchten Standorten hin. Foto: Andreas Koerner

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