Schön auf der Fensterbank

Amaryllis nach der Blüte einfach an die Luft setzen

0 18.12.2020

Große rote oder rosafarbene Blüten leuchten jetzt auf zahlreichen Fensterbänken. Hippeastrum, Ritterstern oder (eigentlich falsch) „Amaryllis“ genannt ist eine hier als Zimmerpflanze weit verbreitete Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse.

Die Heimat von Hippeastrum liegt in Südamerika, in Zonen mit ausgeprägten Trockenzeiten. Auffallend sind die ein bis zwei bis zu 60 Zentimeter hohen Blütenschäfte, die mit drei oder vier großen, roten Blüten besetzt sind. Die Amaryllis-Blüte erscheint stets vor den langen grünen Blättern.

Hochsaison hat die dekorative Pflanze jetzt zu Weihnachten, es gibt sie fast überall zu kaufen. Als Zwiebelpflanze braucht Ritterstern (oder Amaryllis) nicht viel Wasser. Zu viel ist sogar schädlich: Die Zwiebel kann faulen! Erst wenn der Austrieb einige Zentimeter hoch ist, darf man überhaupt mit dem Gießen beginnen. Sind die Blüten verblüht, wird der Schaft abgeschnitten.

Bei der Amaryllis muss man drei Vegetationsphasen unterscheiden: Die Blüte im Winter, die Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer sowie die Ruhephase im Herbst. Entsprechend dieser Phasen muss die Pflanze gepflegt werden, will man auch im darauffolgenden Winter noch Freude an ihr haben.

Amaryllis wird im Winter im Zimmer gehalten, ihr genügt das dämmrige Licht. Im Frühjahr (nach dem Frost) und Sommer verschafft man ihr ein helles, lauschiges Plätzchen an der frischen Luft. Die durch die Blüte ausgelaugt Zwiebel muss sich nun erholen. Man gießt und düngt die Pflanze bis zum August. Dann lässt man die Blätter vertrocknen. Im Herbst verfrachtet man die Pflanze (die fast trockenen Blätter schneidet man ab) am besten in einen dunklen kühlen Keller. Im Dezember gönnt man der Pflanze frische Blumenerde und holt den Topf in der Wohnung. Man darf die Zwiebel aber nicht vollständig in die Erde versenken. Ein Drittel der Zwiebel sollte schon herausschauen. Achtung: Nicht gießen, bis der Spross ein paar Zentimeter hoch ist. So kann man auf Jahre Freude haben an der Pflanze. Mit etwas Glück bildet sie auch Brutzwiebeln aus und lässt sich auf diese Weise auch vermehren.

Die Fan-Gemeinde der Pflanze ist groß. Im Internet geben sie sich Tipps, wie man am besten Sämlinge zieht. Sie sorgen dafür, dass ihre Amaryllis bestäubt wird und säen den reifen Samen aus. Man muss sich aber in Geduld fassen: Nach zwei, drei Jahren blüht der Sämling zum ersten Mal – wenn man Glück hat.

Die echte Amaryllis (Amaryllis belladonna) gehört zur gleichen Familie wie der Ritterstern. Sie wird auch Belladonnalilie genannt. Die echte Amaryllis kommt aus Südafrika und hat ähnliche Blüten. Allerdings erscheinen bei der echten Amaryllis die Blätter zuerst und erst nachdem diese verwelkt sind, im August, September, blüht die Pflanze. In ihrer Heimat diente die Pflanze als Pfeilgift. Vor allem die Zwiebel ist stark giftig. Eine Vergiftung äußert sich in Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Benommenheit und einem starken Schweißausbruch. Krämpfe und Atemstörungen können den Tod herbeiführen.

Zum Bild: Die Heimat von Hippeastrum liegt in Südamerika, in Zonen mit ausgeprägten Trockenzeiten. Auffallend sind die ein bis zwei bis zu 60 Zentimeter hohen Blütenschäfte, die mit drei oder vier großen, roten Blüten besetzt sind. Die Amaryllis-Blüte erscheint stets vor den langen grünen Blättern. Foto: flora

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