Protego heißt "Ich schütze".

Mit Andreas Koerner Objekte im Großraum Borbeck entdecken

0 28.10.2021

BOCHOLD. Ist das Kunst oder kann das weg? Eines ist klar: Weg kann das seltsame Dingen auf dem Foto auf keinen Fall. Es ist nämlich das Protego-Rohr an der Carl-Kruft-Straße

Unter dem Motto „Kunst ist Kunst, alles andere ist alles andere“ (Ad Reinhardt) beschäftigt sich borbeck.de mit Draußen-Kunst (und allem anderen). Andreas Koerner, Kunstfreund und Mitglied der Borbecker Künstlergruppe „die kurve“, hat sich auf den Weg gemacht, Skulpturen und Objekte im Großraum Borbeck aufgespürt, fotografiert und notiert, was ihm zu den sehr, sehr unterschiedlichen Werken in den Sinn kam.

Andreas Koerner schreibt dazu: "Der aufmerksame Bürger entdeckt hier und da seltsame Dinger. Es handelt sich um Abluftrohre von stillgelegten Kohlenschächten. So findet man zwei davon am Wolfsbankring, wo die Schächte II und III von Zeche Wolfsbank in Betrieb waren. Nach dem Namen der Firma, die Firmengründer Robert Leinemann seinem Unternehmen gab, heißen diese Rohre ,Protego', was übersetzt ,Ich schütze' heißt. Diese Dinger sehen immer schlicht aus. Anders ist das an der Carl-Kruft-Straße auf einem Parkplatz für Anwohner. Diese bunten Begleitpfähle um das Protegorohr heitern auf.

Dieses Rohr gehört zu Schacht Lorchen. Ich habe im Kopf, dass der Name von einer Tochter oder Enkeltochter des Mülheimer Industriepioniers Mathias Stinnes stammt. 1841 wurde der Schacht abgeteuft. 1846 ging er in Förderung. 1890 wurde der Betrieb von Lorchen eingestellt und 1895 wurde der Schacht verfüllt. Schacht Lorchen gehörte zur Zeche Carolus Magnus. An der Carolus-Magnus-Straße steht noch ein altes Maschinenhaus dieser Zeche. Stinnes war ein bedeutender Industrieller."

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