Kruppsche Kanonen machten sehr viel Staub

0 05.07.2026

BORBECK. „Borbeck von der Mühlenstraße aus gesehen“ zeigt diese Ansichtskarte, die ein Soldat im Sommer 1915 – der Weltkrieg zog sich bereits ein Jahr hin - aus dem Lazarett im Philippusstift schrieb. „Wir haben immer schönes Wetter, aber es gibt hier sehr viel Staub von den Kruppschen Kanonen“, hat der Genesende auf der Karte notiert. Bei der Mühlenstraße handelt es sich um die heutige Straße Möllhoven, die bekanntlich zwischen Bahnhof Borbeck und Reuenberg verläuft, wobei sie Voßgätters Mühle berührt, an deren Stelle einst die Kornmühle der Fürst-Äbtissinnen stand. Wahrscheinlich aus dem höher gelegenen Fenster eines Wohnhauses wurde die Aufnahme „geschossen“. In der Bildmitte erkennt man deutlich St. Dionysius und, mit etwas Phantasie, rechts davon das Loewenstein-Kaufhaus an der Ecke Marktstraße/Gerichtsstraße. Am rechten Bildrand qualmt die Dampf-Bierbrauerei vor sich hin. Die Karte stammt aus dem Fundus von Wilhelm Küpper. (AE)

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