Klare Formensprache und sehr flach

0 15.03.2019

Das ist ein dickes Dingen. Es sieht so aus wie alle Neubauten derzeit aussehen und es lässt die beiden „alten“ Häuschen in der Legrandallee zur linken pfurzklein wirken. Architektonisch ist es äußerlich so ansprechend wie etwa die Häuser, die Klein-Monica zuwege brachte, wenn sie sich an die Legobausteine des älteren Bruders heranwagte (sie waren in einer mit Folie beklebten Waschmitteltonne nicht eben schwesternsicher aufbewahrt): Eine klare Formensprache, kubistisch und in Ermangelung der seltenen Dachziegel-Legosteine mit Flachdach.

Fünf Geschosse, neben zweieinhalb: Daran wird man sich wohl gewöhnen müssen in der Stadt, in der wohl so viele Wohnungen fehlen aber noch viel mehr gebaut werden. Die Legrandallee, einst Borbecks kurze mit Linden bestandene Prachtstraße, an der Communal-Baumeister Voßkühler anno tuck seine hübsche Villa errichtete, wird wohl nach und nach ihren Charakter ändern. Ein paar Häuser weiter nämlich, an der nächsten Straßenecke, verkommt ein einst wunderhüscher Altbau, der seit Jahren leer steht. Die „Verkastisierung“ schöner Straßenzüge konnte man zuerst im Essener Süden beobachten. In die Jahre gekommene freistehende Einfamilienhäuser mit individuellen Fassaden und Grundschnitten wurden abgerissen und durch sehr viele größere Häuser mit sehr viel größeren, hochmodernen Eigentumswohnungen ersetzt. Ulkig: Normalerweise künden Bauschilder, groß wie Wohnzimmerschrankwände davon, wer, was und wieso an der Stelle baut. Ich habe dort aber noch keins stehen sehen. Und ich bin doch so neugierig. Vielleicht weiß eine von Ihnen oder Euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern mehr? Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.

Übrigens: Den Bummel habe ich heute umgetauft. „Mummel mit Monica“ bedeutet: Mit der Wolldecke auf die Couch, warm einmummeln und ne Runde dösen.

So. Bis zur nächsten Woche. Ihre und Eure Monica


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