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0 27.03.2026
Wie der Name schon sagt: Das Immergrün (Vinca) ist immergrün. D.h. auch im tiefen Winter verliert die Pflanze aus der Familie der Hundsgiftgewächse in unseren Breiten nicht ihre dunkelgrünen, ganzrandigen Blätter.
Und manchmal findet sie sogar Gefallen daran Anfang November hübsche blaue Blüten zu bilden. Aber eigentlich kann man sie jetzt von März bis Mai in Wäldern und Gärten blühen sehen. Ihre Blüten sind recht auffällig und groß für so eine kleine Pflanze. Sie haben fünf blaue oder violette (auch weiße) Kronblätter, die zu einer Röhre zusammengewachsen sind. Die Blüten verfügen über Staubblätter und Fruchtblätter, das heißt männliche und weibliche Organe befinden sich in einer Blüte. Der Botaniker nennt das „zwittrig“.
Aus jeder befruchteten Blüte entwickeln sich zwei Balgfrüchte. Die Balgfrüchte sind 35 bis 40 Millimeter lang und enthalten vier bis acht Samen. Die Samen sind glänzend.
Wie im echten Leben gilt allerdings: Keine Regel ohne Ausnahme! Das Krautige Immergrün verliert im Winter seine Laubblätter und ist daher sommergrün. Insgesamt rechnen Botaniker je nach botanischer Einordnung fünf bis zwölf Arten zur Gattung Immergrün. Aber nur zwei gibt es in unseren Breiten: das Kleine Immergrün (Vinca minor) und das Große Immergrün (Vinca major). Beide eignen sich für den Garten als Bodendecker hervorragend. Wo die Pflanzen Fuß gefasst haben, beißen sich andere Pflanzen die zum Beispiel die (Löwen)Zähne aus.
Sowohl das Große wie das Kleine Immergrün bilden lange Ausläufer und erobern damit schnell auch größere Flächen. Da seine Triebe verholzen, zählt Immergrün eigentlich zu den Gehölzen. Beide Arten werden aber aufgrund ihrer geringen Größe – das Kleine Immergrün wird 10 bis 15 cm hoch, das Große 20 bis 30 cm – wie Stauden verwendet. Immergrün ist als Hundsgiftgewächs in allen Pflanzenteilen giftig.
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