Eine zentnerschwere Beere hat Konjunktur

0 30.10.2020

Leuchtend gelb, dunkelgrün, hellorange: Jetzt ist wieder Hochsaison für die Schwergewichte unter den Gartenfrüchten. Kürbisse erleben in der Küche eine Renaissance: Als Gemüse, das man süßsauer einlegt, oder als Suppe zubereitet. Außerdem eignet der Kürbis sich als Schmuckstück im herbstlichen Früchte-Dekor. Oder er wird für die Kinder ausgehöhlt und zu einer leuchtenden Fratze geschnitzt.
„Halloween“ heißt der Brauch aus Amerika, der sich in Deutschland etabliert hat. In der Nacht der Geister „spuken“ Kinder und Jugendliche als Gespenster verkleidet im Dunkeln und versuchen schreckhafte Gemüter auf Trab zu bringen. Und zur „Nacht der Geister“ gehört der leuchtende Kürbis wie zu Weihnachten der geschmückte Tannenbaum.

Doch zurück zur Botanik: Als „Kürbiskerne“ schätzt man die Samen. Ein Kürbis hat davon (wie seine Verwandten die Gurken, Melonen und Zucchini) zahlreiche. Die Samen sind sehr flach und mit einer klebrigen Masse umgeben. Sie haften auf dem Boden gut.

Der Keimling verankert sich zunächst mit seiner Hauptwurzel in der Erde. Streckt sich der gekrümmte Stängeltrieb, so zieht er die Keimblätter zwischen den klaffenden Samenschalen heraus und diese recken sich dem Licht entgegen. Die Pflanze hat meterlange Ausläufer und große, tief gelappte, dicht mit kurzen Haaren besetzte Blätter, in deren Achseln eine verzweigte Ranke steht.
Leuchtend gelb sind die glockenförmigen Blüten des Kürbis. Er hat männliche Blüten, die den Pollen enthalten und weibliche, die, wenn sie befruchtet wurden, sich verdicken und zu Kürbissen heranreifen.

Botanisch gesehen ist der Gartenkürbis (Cucurbita pepo) eine Beerenfrucht mit dicken Wänden und zahlreichen Kernen. Sie ist je nach Sorte kugelrund oder länglich und verschieden gefärbt. Zwischen zwei und 50 Kilogramm kann sie schwer werden.
In den Samen ist viel Eiweiß und bis zu 50 Prozent Öl enthalten. Die Heimat des Kürbis ist das südliche Nordamerika.

Im 16. Jahrhundert wurden die ersten Speisekürbisse nach Europa gebracht. Hier galten sie lange als Arme-Leute-Essen, wurden auch an die Schweine verfüttert. Dabei sind Kürbisse reich an Vitamin A, C, D und E. Sie enthalten außerdem Kalium, Kalzium, und Zink. Das Fruchtfleisch ist kalorienarm. Kürbisse bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser.
Die Kerne einiger Kürbissorten werden zur Herstellung von Pflanzenöl verwendet, nicht nur im Mittelmeerraum sind geröstete und gesalzene Kürbiskerne ein beliebter Snack. Kürbiskerne sollen außerdem bei Blasenschwäche helfen, eine Reihe von Arzneimitteln mit den entsprechenden Wirkstoffen sind u.a. in Apotheken erhältlich.

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