Ein früher Falter im Garten

Aber zitronengelb sind nur die Männchen des Schmetterlings

0 12.03.2026

Der Kalauer mit dem Zitronen faltenden Schmetterling ist uralt. Deshalb verzichten wir heute hier darauf. Aber: Wussten Sie eigentlich, dass bei den Zitronenfaltern nur die Männchen schwefelgelb oder zitronengelb sind? Die Weibchen sind blass-grünlich und ähneln ein wenig den Kohlweißlingen, mit denen die Zitronenfalter verwandt sind. Beide gehören zur Familie der Weißlinge. Allerdings haben die Zitronenfalter-Damen keine schwarzen Flecken auf den Flügeln. Doch lassen wir besser die bucklige Verwandtschaft.

Kommen wir auf eine andere Besonderheit zu sprechen. Zitronenfalter halten einen Winterschlaf. Dazu suchen sich die erwachsenen Falter im Herbst ein kuscheliges Plätzchen in einem Grasbüschel, unter einem Laubblatt oder hinter einem losen Stück Rinde.

Damit er nicht erfriert, lässt er vor dem Winter einen Teil seiner Körperflüssigkeit ab. Dann hat er so viel Alkohol im Körper (das Frostschutzmittel Glykol), dass er Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius überstehen kann. Alter Falter!

Er zählt zu den frühen Fliegern im Garten. Schön einige Sonnenstrahlen reichen, um ihn aus seinem Versteck zu locken. Er flattert fröhlich auf und ab. Zum Sonnen öffnet er nicht – wie andere Schmetterlingsarten – seine Flügel, sondern hält sie geschlossen und lässt sich von der Seite durch die Sonne bescheinen.

Hasch‘ mich! Ich bin der Frühling. Im März, April sind die Zitronenfalter in Stimmung für ein amouröses Abenteuer. Die Männchen sind auf Brautschau und fliegen den Weibchen hinterher. Hockt sich ein Weibchen auf den Boden, paaren sich die beiden. Das kann bis zu drei Stunden dauern.

Rund 100 Eier legt das Weibchen an die Blätter, Triebspitzen und Zweige des Faulbaums. Das ist nämlich die Hauptnahrungspflanze der Raupen. Will man also, dass Zitronenfalter im hauseigenen Garten den Frühling einläuten, ist man mit dem Pflanzen eines Faulbaums gut beraten.

Ein zwei Wochen vergehen, bis die Raupen schlüpfen. Sie sind dunkel und haben einen hellen Streifen an der Seite. Drei bis sieben Wochen lang haben sie Appetit auf Faulbaumblätter, bevor sich die Raupen verpuppen.

Nach weiteren zwei Wochen schlüpfen dann im Sommer die neuen Zitronenfalter. Sie tanken Nektar an den Sommerblumen und machen dann ein etwa zweiwöchiges Nickerchen und werden dann im Frühherbst wieder munter.

Und wenn dann der Winter naht, sucht sich die junge Generation ein lauschiges Plätzchen im Laub. flora

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