Die "zure bom" gehörte immer dazu

0 05.02.2026

Das sind so Sachen: Wenn man einen halbrunden Geburtstag feiert und dabei feststellt, dass man seit mehr als einem halben Jahrhundert Jahr für Jahr an die niederländische Nordseeküste fährt, dann spürt man, dass Zeit vergangen ist. Alles hat sich verändert. Pommes werden nicht mehr in den dünnen Spitztüten serviert, an denen man sich die Finger verbrennen konnte. Es den kleinen Strandbuden wurde moderne Restaurants. statt Frikandeln zu essen, schlürft man jetzt Austern.

Wo ist zum Beispiel die kleine Bretterbude vom "ollen Appeldorn" geblieben? Man musste zwei Stufen hinauf, um an das Ziel seiner Wünsche zu gelangen. Das Holz war rauh und kleine Füße liefen in Gefahr sich einen Splitter in die Ferse zu rammen. Der "olle Appeldorn", wie Vattern ihn nannte, hatte kein großes Sortiment. Falls es dort überhaupt Eis gab, hatte es der olle Appeldorn  morgens in einer Kühltasche mit gebrachtt. Die transportierte er mit seinem Bromfiets bis zum Strand.

Klein-Monica gefiel diese Vokabel besonders gut. Ein Fahrrad mit brummenden Motor - ein Bromfiets also. Das war so etwas wie ein Mofa.

Gut gefiel dem kleinen Mädchen auch die "Zure Bom". Die gab es immer, wenn es im Sommer heiß war und alle durstig waren. Eine Saure Gurke löschte den Durst für ein "Quartje". Das waren 25 Cent, als ein viertel von einem Gulden.

Klar, wenn man im Winter an die Nordseeküste fährt, sehnt man sich eher nach warmer Chocomel am besten "met slag", wie man hier geschlagene Sahne nennt.

Viele Grüße und bis bald

Monica

P.S.: Nicht wundern! Im Sommer fährt Monica nicht mehr nach Holland. Zu voll und schlecht für die Geldbörse.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 1 und 3?