Die Kappe gab der Mönchsgrasmücke den Namen

Der Nachwuchs wird gemeinsam aufgezogen

0 11.03.2022

Jetzt ist die schönste Zeit, um Vögel zu beobachten. Sie balgen sich noch an der Futterstelle, flirten mit der Angebeteten und sind emsig dabei, ein Nest zu bauen. Noch hat man den freien Blick, denn den Sträuchern und Bäumen fehlt es noch an Laub. Der Gerscheder Vogelfreund Uwe van Hoorn, braucht nur in seinen Garten zu blicken, um zu erleben, wie sich zwei Rotkehlchenpaar um das Revier zanken und Spatzen einen Badetag einlegen.

Mit von der Partie ist seit Mitte Februar ein Mönchsgrasmücken-Weibchen. Auch für diesen kleinen Singvogel ist der Tisch reich gedeckt. Normaler Weise kommen Mönchgrasmücken erst in der letzten Woche aus ihrem Winterquartier zurück, wissen Vogelfreunde. Aber vielleicht wird es künftig auch bei dieser Vogelart mehr Überwinterer geben. Das vermutet Uwe van Hoorn.

Das Weibchen der Mönchsgrasmücken trägt eine Kappe aus rotbraunen Federn auf ihrem Kopf. Das Männchen hat eine schwarze Kappe auf – und ist somit einfacher zu erkennen. Ansonsten tragen sie ein eher graues Federkleid. Von der Größe erreichen sie fast Spatzenmaß, allerdings ist ihr Schnabel nicht so kompakt. Auf dem Speisezettel stehen zur Brutzeit Insekten und deren Larven. Auch auf Spinnen haben sie Appetit. Mit Beeren und Früchten befassen sie sich im Sommer und bis über den Winter.

Dichtes Gestrüpp ist wunderbar für verliebte Mönchsgrasmücken. Hier bauen sie niedrig, aber gut getarnt ihr Nest aus dünnen Zweigen und Halmen, Moos. Es sieht eine wenig aus wie ein Napf. Das Gelege besteht meistens aus fünf Eiern, die zehn bis 15 Tage bebrütet werden. Das Brutgeschäft und die Aufzucht erledigen die Eltern gemeinsam. Die Jungvögel sind nach zehn bis 14 Tagen flügge und verlassen das Nest.

Der Gesang der Mönchsgrasmücke ist melodisch, wer ihn kennen lernen will, lebt meist versteckt in dichtem Gestrüpp, hier baut sie im April ein Nest aus Grashalmen und dünnen Zweigen. Die Jungvögel werden gemeinsam bebrütet und aufgezogen. Die Mönchsgrasmücke hat einen hübschen und melodischen Gesang. Wer mag, kann ihn sich auf einer Seite des NABU einmal anhören.

Zum Bild: Schon früh im Jahr ist eine weibliche Mönchsgrasmücke zurück. Oder ist sie erst gar nicht in ihr Winterquartier geflogen? Mit dem Klimawandel entschließen sich immer mehr Zugvögel, zu bleiben – oder sie verkürzen ihren Zugweg. Foto: Uwe van Hoorn.

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