Die Blüten sind struppig

Momentan sieht es nicht mehr danach aus, aber: Eine Mütze Schnee kann die Zaubernuss gut vertragen

0 26.02.2026

Die Zaubernuss steht in vielen Gärten zurzeit in schönster Blüte. Zwar sieht es derzeit nicht mehr danach aus, aber: Eine Mütze Schnee macht dem früh blühenden Strauch überhaupt nichts aus. Nur dauernden Frost können seine Blüten nicht verknusen.

Wie die Kornelkirsche blüht die Zaubernuss in leuchtendem Gelb. Ihre Blüten wirken allerdings ein wenig „struppig“ oder schlecht frisiert. Gartenfachleuchte beschreiben ihre Blüten als „spinnenförmig“.

Der Vergleich gefällt nicht jedem. Egal. Die Zaubernuss zaubert Farbe ins winterliche Grau in Grau der Gärten und Parks. Die Gattung Hamamelis L. (Zaubernuss) gehört, neben 14 anderen Gehölzgattungen, zur Familie der Zaubernussgewächse. So wie zum Beispiel der in unseren Breiten immer beliebter werdende Amberbaum, der im Herbst eine schöne Rotfärbung seiner Blätter zeigt.

Die Gattung Hamamelis umfasst vier Straucharten, von denen zwei aus Nordamerika und zwei
aus Asien stammen. Alle blühen ca. vier bis sechs Wochen im Winter bzw. Frühjahr außer Hamamelis virginiana, die im späten Herbst blüht. Aus diesem Strauch wird eine Substanz gewonnen, die in pharmazeutischen und kosmetischen Produkten verwendet wird. Der Extrakt der Virginischen Zaubernuss wirkt blutstillend und entzündungshemmend und soll Juckreiz lindern.

In unseren Gärten wird meist eine hybride Art gesetzt, die aus der Chinesischen und Japanischen Zaubernuss gekreuzt wurde.

Es sind oft große, meist mehrstämmige Sträucher, die viel Platz benötigen. Ihre Blüten haben vier lange, schmale Blütenblätter, die die Assoziation mit Spinnenbeinen wecken. Die Blüten sind entlang der Zweige angeordnet.

Je nach züchterisch verwendeter Sorte leuchten die Blüten gelb, orange oder rot, manche sind sogar zweifarbig. Außerdem verströmen sie einen süßen, würzigen Duft. Die Zaubernuss wächst zwar langsam, entwickelt mit der Zeit aber einen ganz ordentlichen Platzbedarf; H. japonica wird drei Meter groß, H. mollis sogar fünf Meter.

Da sie sich im Alter ungern versetzen lässt und am besten frei steht, sollte der genaue Standort - auch des Duftes wegen - unbedingt gut überlegt sein. Auch sollte man sie nur selten zurückschneiden.

Sie wird in unseren Breiten nur selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Allenfalls Kaninchen und Rehe mümmeln gelegentlich an ihr herum. Der Strauch verträgt Hitze und Kälte gut und mag einen feuchten Boden – aber ohne Staunässe.

 

Zum Bild: Die Zaubernuss ist ein echter Winterblüher. Einzelne Blüten kann man schon im Dezember beobachten. Sie blüht dann aber bis in den Frühling hinein und ist nicht nur ein Augenschmaus im Garten, sondern auch eine Pollen- und Nektarquelle für unsere früh fliegenden Insekten und Bienen. Foto: flora

 

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