Der nervige Bruder des Waldmeisters

Das Klettenlabkraut ist ein anhängliches Pflänzchen

0 20.05.2021

Selbst der leidenschaftlichste, umweltfreundlichste Gärtner wird ist ihn seinem Blumenbeet nicht stehen lassen. Das Klettenlabkraut ist der nervige Bruder des Waldmeisters.

Galium aparine – so der wissenschaftliche Name – gehört wie der Waldmeister und das Echte Labkraut zur Familie der Rötegewächse. Das Echte Labkraut kann man zur Käseherstellung verwenden, die Verwendung des Waldmeisters ist bekannt – doch was fängt man mit dem Klettenlabkraut an? Es gilt in der Landwirtschaft als „wirtschaftlich bedeutendes Ackerunkraut“, das nur schwer zu bekämpfen ist. Seine Schadwirkung beruht auf der Konkurrenz um Bodenstickstoff und Licht. Denn das einjährige Kraut kann mit seinen Borstenhaaren andere Pflanzen erklimmen und zum Beispiel Getreide überwuchern.

Sein vierkantiger Stängel kann bis zu 150 Zentimeter lang werden. Wie beim Waldmeister stehen seine Blätter in Quirlen. Das wird Gärtner interessieren: Die Wurzeln können bis zu 35 Zentimeter tief wachsen. Die Blüten sind klein, weiß und stehen zu zweit bis fünf Blüten beieinander. Seine Früchte sehen aus wie kleine Kugeln, sind aber mit borstige Haken besetzt. Jede Frucht trägt zwei Samen. Das Klettenlabkraut vermehrt sich ausschließlich über Samen (und nicht zum Beispiel über Ausläufer). Mensch und Tiere sind die wichtigsten Ausbreiter der anhänglichen Samen. In Kleidung oder Fell haften die Früchte fabelhaft.

Doch auch das Klettenlabkraut hat Fans: Für mindestens 40 Insektenarten ist es Futterpflanze. In der Volksheilkunde wird es als Diuretikum (Entwässerungsmittel), als Entzündungshemmer, gegen Hautkrankheiten und bei Schlaflosigkeit verwendet. flora

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