Zeit für Ausziehsachen und Corona-Sport

0 20.08.2020

Irgendwann war sie verschwunden: die Kleidung, Bekleidung oder Garderobe. Sie hat sich aufgelöst (und das nicht nur, weil Monica ihren Kleiderschrank aufgeräumt hat) und ist den „Anziehsachen“ gewichen.

Erst hörte ich Kinder dieses Wort benutzen, später schlich es sich auch in den Wortschatz Erwachsener ein. Lange hat Monica gefremdelt mit den „Anziehsachen“, in die man sich hüllt, mit denen man sich bekleidet oder die man einfach „anzieht“. Doch spätestens seit dem Hitze-Sommer 2018 denke ich freundlicher über „Anziehsachen“ - vielleicht, weil ich bei diesen Tropen-Temperaturen automatisch das glatte Gegenteil mitdenke. Gleich wird es einem kühler bei der Vorstellung sich der Kleidung zu entledigen.

Der optimale Corona-Sport

Schon „der Alte“ wusste, was gut ist. In seiner Freizeit spielte Adenauer Boccia, gerne und ausdauernd (nur nicht, wenn er verlor). Das italienische Spiel mit den Kugeln war damals sehr modern. Ein paar Jährchen später begeisterte man sich für „Beule“ oder „Banque“, wie es in Frankreich auf den Plätzen in Dörfern und Städten unter schattigen Platanen gespielt wird. (Das Klischee von den alten Männern, deren erloschene Getanes - die mit dem gelben Mauspapier - zwischen den Lippen kleben bleiben, lasse ich hier weg.)

Moderate Bewegung in frischer Luft, Konzentration, Geselligkeit – und das alles mit Abstand: Das ist der Korona-Sport der Zukunft. Im Schlosspark hat Andreas Koerner (er machte obiges Foto) die Boule-Spieler beobachtet. Auch im Essener Stadtgarten gibt es eine Boule-Bahn und am Niederfeldsee in Altendorf. Die Kugeln kann man sich dort im benachbarten Café ausleihen.

Einen Versuch wär‘s wert!“ meint Ihre und Eure Monica

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